Macht DSGVO Daten sicherer?

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Nach der Verschärfung der Datenschutzregeln fühlen sich viele Mittelständler und Vereine unsicher, was ihre Internetpräsenz angeht. Da die Haftungsrisiken schlecht kalkulierbar sind und Ängste im Hinblick auf eine Abmahnwelle bestehen, schränken viele Unternehmen ihre digitale Präsenz ein. Zudem entschied der Europäische Gerichtshof, dass sowohl Facebook, als auch die Betreiber der Fanpages auf dieser Social Media Plattform, die Verantwortung für die Verarbeitung der Daten tragen. Das birgt vor allem deswegen große Schwierigkeiten, da es unklar ist, welche Daten der Internetriese genau verarbeitet, wie er mit diesen umgeht und wie man an diese Informationen gelangen kann. Es ist nun abzuwarten, ob die Abschaltung der Fanpages notwendig ist oder ob bestimmte Vorkehrungen, wie beispielsweise eine Abänderung des Impressums, genügen.

Der Verbraucher soll besser geschützt, seine Daten sicherer behandelt und die Auskunft klarer geregelt sein. Die Idee der neuen Datenschutzgrundverordnung ist mehr Transparenz und Sicherheit der Konsumenten. Und genau dieses wünscht man sich auch für den Anbieter, der sich jedoch aktuell im Stich gelassen fühlt.

Immer deutlicher zeigt die DSGVO, wie wir alle ein Teil der digitalisierten Welt sind. Es ist nicht entscheidend, ob man ein Smartphone hat, einen Onlineshop besitzt oder ein digitaler Nomade ist. Auch Vereinsmitglieder, Handwerksbetriebe, Lehrer und so gut wie alle anderen Personen, die mit personenbezogenen Daten arbeiten, die vermeintlich nichts mit dem Internet zu tun haben, müssen neue Sicherheitsvorkehrungen treffen, um sich oder ihr Unternehmen zu schützen. Whatsapp-Gruppen, Arbeiten am privaten Computer oder das Ablegen von Passwörtern an unzureichend geschützten Orten sind für sie nun undenkbar geworden. Die DSGVO ist ein Schritt in die richtige Richtung, allerdings zeigt der zeitliche Ablauf von Umsetzung und Gesetzgebung, dass die Digitalisierung schneller voranschreitet, als Politik und Justiz.