Von Kriegsführung und Kreativität

Plakat-150dpiGuerilla Marketing. Bis zum heutigen Tage habe ich davon noch nichts gehört. Sicher. Die Begriffe „Marketing“ und „Guerilla“ sind durchaus bekannt. Als Guerilla wird dabei im Allgemeinen ein Kampfstil bezeichnet, bei dem es darauf ankommt, seinen Gegner durch ungewöhnliche Taktiken zu schwächen und so schließlich den Kampf für sich zu gewinnen. Und was soll das jetzt mit Marketing zu tun haben? Gibt es hier etwa auch Gegner, die es zu bezwingen gilt? Führen die Marketing-Agenturen einen geheimen Krieg mit hohen Verlusten? Nein. Ganz so verschwörerisch wie es klingen mag, ist es nicht. Der „Krieg“, um den es hier geht, wird unter den Wettbewerbsteilnehmern des freien Marktes ausgetragen. Blut fließt dabei nicht.

Wenn aber kleine Firmen oder Vereine mit wenig Kapital und noch weniger Erfahrung auch ein Stück vom leckeren Marktwirtschaftskuchen abhaben wollen, ist es oftmals schwer, sich mit konventionellen Mitteln gegen die Masse der Etablierten abzusetzen. Dann kommt das Guerilla Marketing ins Spiel. Es schockiert oder bringt zum Lachen. Mit niedrigen Kosten zaubern die Marketingagenturen kreative Kampagnen, die eine Vielzahl von Leuten auf emotionaler Ebene erreichen. Die Ausgestaltung kann dabei verschieden sein. Von bedruckten Bierdeckeln, über Werbungen auf einem Kassenbon, bis hin zu Plakaten für einen Männergesangverein. (L W)