Grauer Wolf oder Hahn im Korb?

Zunehmend beschäftigt diese Frage seit einiger Zeit die Besucher von Netzwerkveranstaltungen im Bonner Mittelstand. Wenn man sich SCL Verstärkung Jochen Gerhards so anschaut, erweckt er tatsächlich den Eindruck eines grauen Wolfes. Erfahren und ruhig kommt er daher. Ihn zu unterschätzen wäre ein Fehler, den man sicherlich nur einmal macht. Er sticht heraus. Auch bei SC Lötters. Als grauen Wolf würde man ihn hier allerdings wohl nicht beschreiben, auch wenn die grauen Haare den Eindruck optisch unterstreichen. Denn als einziger männlicher Mitarbeiter ist Jochen Gerhards hier tatsächlich eher der sprichwörtliche Hahn im Korb. Und ob er es nun zugeben will oder nicht. Es scheint ihm zu gefallen.

Jochen 2 bearbeitetAber keine Angst. Der leidenschaftliche Sänger ist harmlos, sowohl als Wolf als auch als Hahn. War er jahrzehntelang als Banker im Privat- und Firmenkundengeschäft tätig, so ist er mittlerweile weitestgehend resozialisiert. In der Region Bonn/Rhein-Sieg hat er sich seit jeher sozial engagiert. Vom Kindergartenförderungsverein über den Handballclub mit 2. Liga-Ambitionen bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit und Marketingtätigkeit in einem renommierten Männergesangsverein. Sein privates Interesse an Pressearbeit und Marketing konnte er nun zum Beruf machen und punktet seit Jahresbeginn für SC Lötters. Dabei profitiert er von den Erfahrungen, die er in seinem früheren Leben als Banker gesammelt hat.

Obwohl bei SCL Männer traditionell eher eine fast unbedeutende Rolle spielen, beweist man nun Mut und lässt einen Mann machen. (LW)

Von Kriegsführung und Kreativität

Plakat-150dpiGuerilla Marketing. Bis zum heutigen Tage habe ich davon noch nichts gehört. Sicher. Die Begriffe „Marketing“ und „Guerilla“ sind durchaus bekannt. Als Guerilla wird dabei im Allgemeinen ein Kampfstil bezeichnet, bei dem es darauf ankommt, seinen Gegner durch ungewöhnliche Taktiken zu schwächen und so schließlich den Kampf für sich zu gewinnen. Und was soll das jetzt mit Marketing zu tun haben? Gibt es hier etwa auch Gegner, die es zu bezwingen gilt? Führen die Marketing-Agenturen einen geheimen Krieg mit hohen Verlusten? Nein. Ganz so verschwörerisch wie es klingen mag, ist es nicht. Der „Krieg“, um den es hier geht, wird unter den Wettbewerbsteilnehmern des freien Marktes ausgetragen. Blut fließt dabei nicht.

Wenn aber kleine Firmen oder Vereine mit wenig Kapital und noch weniger Erfahrung auch ein Stück vom leckeren Marktwirtschaftskuchen abhaben wollen, ist es oftmals schwer, sich mit konventionellen Mitteln gegen die Masse der Etablierten abzusetzen. Dann kommt das Guerilla Marketing ins Spiel. Es schockiert oder bringt zum Lachen. Mit niedrigen Kosten zaubern die Marketingagenturen kreative Kampagnen, die eine Vielzahl von Leuten auf emotionaler Ebene erreichen. Die Ausgestaltung kann dabei verschieden sein. Von bedruckten Bierdeckeln, über Werbungen auf einem Kassenbon, bis hin zu Plakaten für einen Männergesangverein. (L W)