Gute Vorsätze! Ich ruf Dich an!

Kaum neigt sich das Jahr dem Ende, kennen die meisten nur ein Thema – die guten Vorsätze für das neue Jahr. Alles anders machen! Durchstarten! Woran ich dies am meisten merke? In meinem Sportstudio ist es voll, und zwar immer, egal wann ich komme. Sport steht ganz oben auf der Liste, gleich hinter einer Diät! – Jetzt aber! Dabei wird kein Gelübte so leicht gebrochen, wie das der guten Vorsätze zum neuen Jahr! Also entspanne ich mich, auch wenn es noch so voll ist beim Sport, denn zwei Drittel halten ihre Vorsätze nicht mal bis Ende Januar durch. Also wird es auch bald wieder leerer! Und meine Freundinnen gehen auch schon bald wieder mit zum Essen.

Und wie ist es mit der Öffentlichkeitsarbeit? Eigentlich genau so! Ach ja, wir müssten Mal. Lassen Sie uns nächstes Jahr sprechen! Unbedingt, wollen wir schon lange mal machen. Doch umgesetzt werden von diesen Lippenbekenntnissen nur wenige. Über die Idee und erste Gespräche kommen die wenigsten hinaus. Aber warum ist das so?

Call-to-action-Button!

Weil gute PR nicht direkt messbar ist. Gute PR wirkt sich langsam aus und trägt

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Call-to-action – Ruf mich an!

keinesfalls sofort Früchte. Das ist vielen Unternehmen zu ungewiss. Sie wollen schnell wissen, wofür sie Geld ausgeben. Sind die ersten Veröffentlichungen in den Medien zu lesen, fragt man schon, warum keiner angerufen hat. Die Antwort lautet: Weil eine Pressemeldung keinen „Ruf mich an Button“ enthält! Ganz einfach! Eine Pressemeldung soll neutral informieren! Und nichts verkaufen! Also ruft auch in den seltensten Fällen jemand an und bestellt etwas!

Maximale Superlative!

Ein anderer Grund ist, dass gerade PR oftmals nebenbei und einfach so mit anderen Dingen zusammen gemacht wird. Schreiben kann doch jeder! Und sobald man es eben nebenbei macht, ließt es sich auch so. Hier kann man Werbetexte nicht von neutralen Presseinformationen unterscheiden. Von Schönsten, Besten und Größten ist durchgängig die Rede. Hand aufs Herz, wollen Sie solche Texte in den Medien Ihrer Wahl lesen? Sind diese Texte neutral und glaubwürdig? Eher wenige, maximal als gekaufte Anzeige oder als Advertorial!

Nicht gleich springen, kleine Schritte reichen

Was also tun, um gute Vorsätze und ihre Durchführung doch endlich einmal für längere Zeit umzusetzen? Und vielleicht doch einmal neutrale und vor allen Dingen gute Pressearbeit zu machen? Hier ist es wie beim Sport und einer Diät, langsam in kleinen Schritten, um nicht gleich die Lust zu verlieren. Zwischenziele stecken, es müssen ja nicht gleich 10 kg in 10 Tagen sein!

Also in regelmäßigen Abständen erste Pressemeldungen. Dann vielleicht einmal Fachtexte oder Sukzess-Storys, die man gerne liest. Und ganz wichtig! Lassen Sie jemanden schreiben, der es kann und es nicht mal eben nebenbei mitmacht! Und vor allen Dingen, bleiben Sie am Ball! geben Sie nicht auf, wenn nach der ersten Pressemeldung nicht sofort das Telefon schellt!

Ohne CSR geht es nicht – SC Lötters engagiert sich: German Angel – eine Chance für Kinder

Sind Sie schon einmal in ein Land gereist, wo Ihnen Sprache und Kultur unbekannt waren und Sie sich kaum verständigen konnten? Erinnern Sie sich an die Frustration, an die Reaktion der Einheimischen? Wurde es Ihnen immer leicht gemacht? Haben Sie sich manchmal ausgeschlossen und abgewertet gefühlt?

Erleichtert den Einstieg

Mehr als ein Drittel aller Kinder hier in Deutschland haben Migrationshintergrund und erleben diese Erfahrungen täglich. Sie haben mit ständiger Enttäuschung und Ausgrenzung zu kämpfen, was Folge ihrer sprachlichen Defizite ist. Daraus resultieren in den meisten Fällen auch schulische Defizite oder Schulabbruch, was die Zukunft des Kindes noch weiter schlecht beeinflusst. Zumeist sind die Kinder später von Sozialhilfe abhängig und von Armut bedroht. Die stetigen Misserfolge und die mangelnde Wertschätzung können zu einer negativen Selbstwahrnehmung und einer gestörten Entwicklung, welche folgenschwer für ihr weiteres Leben ist, führen.

Dürfen wir vorstellen:

Die Bonner Initiative German Angel hat es sich zum Ziel gemacht, sozial benachteiligte Kinder zwischen 5 und 10 Jahren zu in verschiedenen Bereichen zu fördern und somit Logo_GermanAngels_size_mbei einer besseren Integration in die Gesellschaft zu unterstützen. Das siebenköpfige Team (von ehrenamtlich wirkenden Studenten unterstützt) formuliert in seinem Leitbild, dass sie es als wichtig erachten jedes Kind einfach als Kind und nicht als Kind mit türkischer Herkunft oder als Flüchtlingskind (o.ä.) wahrzunehmen und zu behandeln, da für sie jeder Einzelne, unabhängig von seiner Herkunft, den gleichen Wert hat. German Angel macht darauf aufmerksam, dass jeder Mensch seinen Mitmenschen gegenüber eine Verantwortung hat und das Leben des Anderen sowohl positiv als auch negativ beeinflusst. Ihr Motto (aus einem chinesischen Sprichwort): „The best time to plant a tree was 20 years ago. The second best time is now.“ Damit rufen sie zur Handlung auf und erinnern daran, dass es nie zu spät ist, damit anzufangen sich zu engagieren und an der eigenen Einstellung zu arbeiten.

Ab in die Schulefriederike-loetters-09_2015

Die Mitarbeiter der Initiative helfen aktiv an den Schulen, beispielsweise bei der der Hausaufgaben- und Pausenaufsicht oder direkt im Unterricht und stellen Fördermaterialien und Trainings zur Erweiterung sozialer Kompetenzen zur Verfügung. Zudem unterstützen sie die Kinder neben Schulen, Universitäten und Schulämtern mit Sprachförder- und Sprachvermittlungsprogrammen. Das Förderprogramm ist für die teilnehmenden Kinder natürlich kostenlos. Unterstützt wird die Initiative unter anderem durch das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und durch SC Lötters.

SC Lötters hilft, bekannter zu werden!

Wen die Idee begeistert und nun auch Lust hat, sich für soziale Gerechtigkeit und ein besseres Leben dieser Kinder einsetzen möchte, kann entweder spenden, Partner werden oder das Team erweitern und aktiv mithelfen. (RK)