Netzwerkabend zum Thema „Öffentliche Fördermittel für den Mittelstand“

Mittwoch, 7. November 2018 um 18:00 im Podium49 in Bonn: Netzwerkabend zum Thema „Öffentliche Fördermittel für den Mittelstand“

Dieser Abend ist ein spezielles Angebot für alle Ludwigs.

Guido Fenger, Experte der KSK Köln in Sachen Förderkredite, gibt spezielle Tipps in Sachen Öffentliche Fördermittel für den Mittelstand.

Im Nachgang diskutieren Regina Rosenstock, Unternehmensförderung der IHK Bonn / Rhein-Sieg, Andreas Mankel, Vorstand der 7X7invest AG, Markus Kerling, Geschäftsführer Sealtek Deutschland GmbH, Unternehmensnachfolger; einmal N.N. aus dem Kreise der Ludwigs über eigene Erfahrungen, Wege und Möglichkeiten zum Thema.

Zum Ausklang ist Zeit für Fragen und aktives Netzwerken der Ludwigs.

Ludwig2019

Die Veranstaltung richtet sich ausschließlich an aktuelle, ehemalige und potentielle Ludwigs. Es sind nur 45 Plätze vorhanden – first come, first serve.

Mittwoch, 7. November 2018 von 18:00 bis 20:30

Schloßstraße 49, 53115 Bonn

https://www.eventbrite.de/e/ludwig-2019-tickets-48549418618?aff=ebdssbcitybrowse

Filterblase: Unerreichbare Informationen

Jeder lebt in seiner eigenen Blase, sagt man. Egal, was ich tue, ob an der Arbeit, beim Sport, im Urlaub, beim Ausgehen am Abend oder im Lieblingsgeschäft: Immer treffe ich auf Gleichgesinnte. Nur mit Menschen, deren Blase sich mit meiner eigenen überschneidet, werde ich näher bekannt, spreche ich mehr als nur Smalltalk und freunde ich mich an.

Jeder lebt in seiner eigenen Welt

In den Weiten des Internets hingegen sehen die Dinge ganz anders aus: Hier kriege ich jederzeit jegliche Informationen, kann mich anonym mit allen möglichen Menschen verbinden und austauschen, denen ich so nie begegnet wäre und bin bei allem, was ich tue unbegrenzt und unbeobachtet. Oder?

Nein, sagt dazu der Internetaktivist Eli Pariser, das ist falsch. Denn das Internet zeigt uns nur solche Informationen, die es als für uns relevant einstuft. In seinem Buch „The Filter Bubble: What The Internet Is Hiding From You” (2011) erklärt der Amerikaner, woher das kommt und wie das funktioniert.

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Selektierte Suchergebnisse

Die Ergebnisse meiner Suchanfragen im Internet sind gezielt selektiert. Denn der Algorithmus von Webseiten spielt Wahrsager, wenn er die Voraussage trifft, welche Informationen mich persönlich interessieren werden. Das tut er keinesfalls willkürlich, sondern aufgrund der Benutzerinformationen, die er von mir gesammelt hat: Klicks, Suchanfragen, Standortinformationen.

Das ist zunächst einmal praktisch: Google zum Beispiel zeigt mir auf meine Suchanfrage hin solche Webseiten oben an, nach denen ich schon einmal gesucht habe. Was ist also kritisch daran? Der Algorithmus nimmt mir in gewisser Weise die Entscheidung ab, welche Informationen ich aufnehme. Ich verliere den Überblick über die Meinungsvielfalt zu einem bestimmten Thema, weil alle Informationen nur auf einen Aspekt hin ausgerichtet zu sein scheinen. Das führt zu einer intellektuellen Isolation.

Ohne Einfluss auf die Suchergebnisse

Wir haben keinen Einfluss auf unsere digitale Filterblase. Wollen wir das Internet nutzen, müssen wir sie akzeptieren. Und man kann sicherlich auch argumentieren, dass selektierte Informationen besser sind, als ganz auf die Informationsmasse des Internets zu verzichten. Wichtig ist nur, sich die Existenz der Filterblase bewusst zu machen. Wenn ich bestimmte Informationen nicht auf den ersten drei Seiten meines Google-Ergebnisses finde, heißt das keinesfalls, dass sie nicht existieren oder von nur wenigen Leuten gelesen werden.

Geplatzte Blase – reale Welt

Wer seine Blase zerplatzen lassen will, hat die Möglichkeit dazu in der realen Welt. Um seine Horizonte zu erweitern und neue Informationen zu erhalten, kann man ganz gezielt Mauern einreißen, indem man auf Menschen zugeht, deren Blase oft unerreichbar scheint. Sie ist es nicht. (HM)

Es gibt Alternativen zu Google? Das muss ich gleich mal googeln…

Schon vor 14 Jahren wurde das Verb „googeln“ in den Duden aufgenommen. Der häufige Sprachgebrauch zeigt, wie sehr google.com vorherrscht, wenn es um Suchmaschinen geht. Seit 20 Jahren gibt es die Internet-Suchmaschine bereits. Damals wurde sie im Vergleich zu ihren Konkurrenten so beliebt, weil sie einen neuartigen Ranking-Algorithmus anwandte, der den Suchenden immer nur relevante Suchergebnisse ausspuckte – das spart bis heute Zeit und Nerven. So hat sich Google die Position des weltweiten Marktführers im Bereich Suchmaschinen gesichert.

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Dabei wird immer wieder Kritik an dem Internet-Giganten laut: Der intransparente Umgang mit Nutzerdaten bis hin zur Missachtung von geltenden Datenschutzgesetzen sorgt regelmäßig für Empörung. Trotzdem ist und bleibt google.com die meistgenutzte Suchmaschine. Dass Google ihre Klicks analysiert, ihre Suchanfragen aufzeichnet, ihre IP-Adresse und Cookies speichert und nur personalisierte Suchanfragen anzeigt – das scheint die meisten Internetnutzer nicht genug zu stören, um sich ernsthaft nach einer anderen Suchmaschine umzusehen. Doch eigentlich ist die Verwendung von Google reine Gewohnheitssache – Alternativen gibt es zuhauf. Hier eine kleine Auswahl:

  1. auskunft.de – Suchmaschine für lokale Unternehmen und Geschäfte

Auskunft.de mit Sitz in Bonn ist die Suchmaschine Nummer 1, wenn es darum geht, regionale Dienstleister und Firmen zu finden. Im Gegensatz zu Google arbeitet das Entwickler-Team nach deutschen Datenschutzbestimmungen und fragt die User um Erlaubnis für die Nutzung der jeweiligen Daten.

  1. duckduckgo.com – Die Suchmaschine, die Sie nicht verfolgt.

Duckduckgo erklärt auf ihrer Internetseite, keinerlei Nutzerdaten zu sammeln und zu speichern. Datenschutz und Privatsphäre werden hier großgeschrieben.

  1. startpage.com – Die diskreteste Suchmaschine der Welt.

Auch Startpage verspricht, nichts außer der reinen Anzahl der täglichen Suchanfragen zu speichern. Der Schutz der Privatsphäre ihrer Nutzer steht für Startpage im Fokus.

  1. qwant.com – Die europäische Suchmaschine, die Ihre Privatsphäre respektiert.

Ebenso wirbt Qwant mit strengen Datenschutzbestimmungen. Privatsphäre und Neutralität sind hier die Stichworte.

  1. ecosia.org – Im Web suchen und Bäume pflanzen.

Wer neben Datenschutz auch Wert auf Umweltschutz legt, sollte zu Ecosia wechseln: Die Initiative spendet ihre Einnahmen an verschiedene Aufforstungsinitiativen weltweit. Auch diese Suchmaschine verkauft weder Daten an Werbeträger noch verwendet sie Tracker von Drittanbietern.

Welche Alternative ist die wohl für mich die beste? Das muss ich gleich mal googeln… (HM)

CSR – Individuelle Unterstützung ist gefragt!

Auch für uns gehört es ganz klar dazu: CSR – corporate social resposibility – ist nicht nur gut für’s Image, sondern vor allem eines: Ehrensache! Deshalb übernehmen die meisten Unternehmen mit ihren CSR-Projekten im sozialen, ökologischen und ökonomischen Sinne Verantwortung für die Gesellschaft. Schließlich sind es genau die wirtschaftlich arbeitenden Unternehmen dieser Welt, die die Kraft dafür aufbringen können, langfristig Positives zu bewegen!

CSRBlogparade

Wie sie das tun, kann sehr unterschiedlich ausfallen: Es werden zum Beispiel private Initiativen durch persönlichen Einsatz unterstützt oder weltbekannte Umwelt- oder Entwicklungshilfen mit einer Finanzspritze versorgt. Oder aber, Unternehmen stellen unterstützungsbedürftigen Projekten ihre eigene jeweilige Kompetenz zur Verfügung.

Für diesen letzten Weg haben auch wir uns entschieden: Als Agentur für strategische Kommunikation helfen wir regelmäßig Vereinen und Organisationen aus der Region, bekannter zu werden.

Bereits zum 4. Mal werden wir im September am Marktplatz „Gute Geschäfte“ der IHK Bonn/Rhein-Sieg teilnehmen. Hier haben wir unter anderem Kooperationen mit der Krebsberatungsstelle des Tumorzentrums Bonn, dem Sarkoidose-Netzwerk e.V., dem Verein Häuser für Waisenkinder e.V., dem Robert-Wetzlar-Berufskolleg und der Initiative German Angel besiegelt. Networking für eine größere Bekanntheit, Hilfe bei Presseeinladungen für Informationsveranstaltungen, die Erstellung eines neuen Flyers, die PR-Begleitung für einen Kongress – genau das ist unser Job! Doch die ehrenamtliche Unterstützung der Vereine bereitet immer wieder besonders große Freude, weil sie von engagierten Personen vorangetrieben werden.

Dieses persönliche Engagement hat uns auch bewogen, dem Männergesangverein MGV Seelscheid 1837 e.V. unter die Arme zu greifen. Hier haben wir kurzerhand eine Kampagne zur Gewinnung neuer Mitglieder gestartet! Und die hatte es in sich, die Männer haben es sogar ins WDR Fernsehen geschafft.

Nachhaltiges Engagement für handverlesene Projekte gehören für uns zu einer guten Arbeit einfach dazu. Jeder sollte die Augen öffnen und helfen, wie und wo er kann. In diesem Sinne freuen wir uns schon auf neue Projekte! (HM)

Und hier gehts zur CSR-Blogparade!

Neuromarketing – Komplex wie das Gehirn

Bei der Begriffsdefinition fängt es schon an. Was ist Neuromarketing eigentlich genau? Und welche Gebiete werden davon erfasst? In der Fachwelt ist man sich uneins, ob mit „Neuromarketing“ nur die neuralen Grundlagen von ökonomischen Paradigmen gemeint sind, oder auch neurowissenschaftliche Untersuchungen über sämtliche Abläufe im Gehirn (etwa Vertrauen, Persönlichkeit, Preisbildung etc.) darunterfallen sollen. Für den Marketingeinsatz wichtig ist eindeutig die erweiterte Betrachtungsweise. Denn nur wenn man die Abläufe im Gehirn in ihrer Gesamtheit versteht, kann man sich mit den grundlegenden Fragen des Marketings auseinandersetzen. Beim Neuromarketing wird also auf die Erkenntnisse aus Hirnforschung und Psychologie zurückgegriffen, um neue Marketingstrategien zu entwickeln und Kunden gezielter zum Kauf anzuregen. Eine beliebte Methode der Analyse ist die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT). Dabei werden Probanden Reizen ausgesetzt. Die Tomographen machen Livebilder vom Gehirn. Je nach Reiz sind andere Hirnareale aktiv. So lassen sich Zusammenhänge zwischen Reizen und Reaktionen herstellen.

eeg-2680957_960_720Ein Schritt in Richtung – „Kaufknopf“ im Gehirn?

Nein, so ist es nicht. Diese anfänglich so euphorische Suche gilt mittlerweile als gescheitert. Dennoch bietet dieses Gebiet weiterhin viele Möglichkeiten, um Verbindungen zu erkennen. Die Anwendung der neurologischen Erkenntnisse ist nur etwas komplizierter als erhofft. Eigentlich überrascht das kaum. Immerhin sind wir Menschen auch komplizierte Wesen. Unterbewusst treffen wir Entscheidungen und gaukeln uns gerne vor, doch genau zu wissen, warum wir uns jetzt für dieses oder jenes Produkt entschieden haben. Stets führen wir einen Kampf aus: Emotion vs. Ratio.

Verstand versus Emotionen

Oftmals geht die Ratio dabei als Verlierer hervor. Denn das menschliche Gehirn schenkt emotional geprägten Inhalten deutlich mehr Aufmerksamkeit, wodurch diese besser in Erinnerung bleiben. Dann zeigte eine Studie aus 2004, dass für uns Menschen Marken und Image enorm wichtig sind, falls das nicht schon längst bekannt war. Probanden verkosteten die chemisch so gut wie identischen Getränke Pepsi und Coca-Cola. Bevorzugte in einem Bilddurchlauf etwa die Hälfte der Probanden Pepsi, sah die Sache wieder anders aus, als den Testpersonen vorher die Marken der Getränke genannt wurden. Auf einmal schmeckte Coca-Cola besser.

Der Weg ist das Ziel

Eine finale Lösung für optimale Marketingstrategien liefert uns das Neuromarketing bislang auch nicht. Sämtliche Erkenntnisse werden unter Laborbedingungen gewonnen. In der Realität werden wir Kunden von ausgeklügelten Strategien angesprochen, abgelenkt durch schreiende Kinder, durch eine Nachricht von unserem gestrigen Date, abgelenkt durch einen Song, der uns schon den ganzen Tag nicht aus dem Kopf geht und gerade im Supermarkt gespielt wird. Dennoch geben die Forschungsergebnisse des Neuromarketings wichtige Hilfestellung.

Aber nach wie vor gilt: Über Erfolg und Misserfolg entscheidet das Zusammenspiel vieler verschiedener Faktoren.