Storytelling: Aufmerksamkeit erzielen mit fesselnden Geschichten

Storytelling ist in aller Munde. Doch geht’s Ihnen auch so? So recht wissen Sie nicht, was es damit eigentlich auf sich hat. Klar, die meisten Unternehmen – wie Sie auch – haben mitgekriegt, dass Storytelling im Bereich PR und Marketing im Trend ist. Doch merken wir bei Anfragen und Kunden häufig, dass die Vorstellung darüber, was Storytelling denn konkret bedeutet, sehr vage ist. Der Begriff an sich gibt es zwar bereits vor: Es geht darum, Geschichten zu erzählen. Doch warum soll man dies jetzt auf einmal tun? Und um was für Geschichten geht es da?

Informationen mit Emotionen verknüpfen.

Eigentlich gab es Storytelling schon immer. Bereits in der frühen Steinzeit wurden Erzählungen geteilt, um wichtige Informationen weiterzugeben. Die Geschichten sicherten das Überleben. Denn nur relevante Infos schafften den Weg ins Gehirn. Dass Storytelling heute quasi eine neue Dimension erfährt und insbesondere im Business und Marketing entdeckt wird, hat wohl in erster Linie mit der steigenden Informationsflut zu tun: Täglich prasseln auf den Menschen so viele Informationen ein, dass er sie bei Weitem nicht alle aufnehmen kann. So sortiert er aus: Anzeigen werden überblättert, Produktanpreisungen und Werbebotschaften nicht wahrgenommen. Unternehmen, die mit rein sachlichen Informationen Aufmerksamkeit für sich erzielen wollen, haben demnach so gut wie keine Chance. Die Menschen suchen nach Inhalten, die sie berühren. Wer also Zuhörer und Leser nachhaltig erreichen will, muss sie emotional ansprechen, Informationen mit Emotionen in Verbindung bringen. Genau das ist bei Storytelling – beim Erzählen von Geschichten – der Fall.

Was soll hängen bleiben beim Storytelling?

Wenn Sie sich als Unternehmer oder als Marketingleiter nun fragen, welche Geschichte sie erzählen können, ist das nicht nur eine berechtigte, es ist letztlich auch die ausschlaggebende Frage. Im Prinzip sind Marken und Unternehmen voller Geschichten. Das beginnt bei der Unternehmensgeschichte an, geht über erfolgreiche Kundenstorys und reicht bis zu einzelnen Geschichten von Menschen, die in dem Unternehmen arbeiten. Die Kunst ist, diese Geschichten zu erkennen. Aber nicht nur das: Es muss auch klar sein, an wen sich die jeweilige Geschichte richten soll und was das Ziel ist. Was soll in den Köpfen des Publikums passieren? Was soll hängen bleiben? Und ist die jeweilige Geschichte für die Zielgruppe überhaupt interessant?

Und nun?

Zudem: Mit welchen Worten soll die Story erzählt werden? Wie können Sie sie visuell unterstützen? Welche Bilder passen und machen neugierig oder schlichtweg neugierig? Fragen über Fragen! Bei deren Beantwortung sind wir als Profis in Sachen Storytelling gerne für Sie da! Lassen Sie uns gemeinsam Ihre Geschichten ergründen! Und Sie dann so schreiben, dass Sie Ihre Zielgruppe erreichen!

Können ist gefragt!

Mensch statt Maschine!

Die Digitalisierung treibt spannende Blüten. So schafft sie die Kommunikation von Mensch zu Mensch ab, hört man. Allein bei Twitter – dem bevorzugten Kommunikationskanal des aktuelle US-Präsidenten – sollen bis zu 15 % der Tweets von sog. „Social-Bots“ stammen, also automatisch geniert und verschickt werden, ohne das ein Mensch seine Finger im Spiel hat.

Warum? Digitalisierung wird hier eingesetzt, um Menschen und Meinungen zu beeinflussen. Fake-News bestimmen zunehmend unser Leben und haben Einfluss auf den US-Wahlkampf gehabt. Die Propaganda-Maschine läuft für jeden und jedes!

Kann man sich davor schützen? Kaum, sind sich die Experten sicher. Sie gaben Tipps, voran man vermeintlich Nachrichten von Bots erkennen kann.

Einer lautet: verdächtig sind auch ein ungewöhnlicher Satzbau oder immer wiederkehrende Grammatikfehler.  – Oh je, dann stammen die Mails von Absendern aus der Generation meiner Tochter und einiger meiner Studenten also nicht von ihnen selber, sondern wurden von Robotern geschrieben??? Ob ich darüber froh sein soll, kann ich momentan gar nicht sagen.

Ich persönliche glaube, dass man sich vor Fake-News nur schützen kann, wenn wir diese in persönlichen Gesprächen überprüfen. Im persönlichen Kontakt können wir unser Gegenüber und seine Aussagen erspüren.

Wir treffen uns!

Und wirft man einen Blick auf die Intensivnutzer der sozialen Medien, stellt man fest, dass es diesen genauso geht. Sie kombinieren die Kommunikation über die sozialen Netzwerke mit persönlichen Treffen. Sie schätzen es, sich mit Freunden zu treffen, sich in die Augen zu schauen und gemeinsam Dinge zu erleben. Natürlich nicht, ohne über diese Erlebnisse in den sozialen Netzwerken zu berichten. Snapshat & Co sei Dank!

Moderne Kommunikation im Zeitalter der Digitalisierung bedeutet, wir nutzen die sozialen Medien, um intensiver mit anderen im Dialog zu bleiben, um umfassender und schneller informiert zu sein. Parallel dazu pflegen wir persönliche Kontakte zu Freunden, erleben und erspüren diese mit allen Sinnen.

Und genau das haben aktuell die Wahlkampfhelfer entdeckt, die flächendeckend von Haustür zu Haustür marschieren, wieder einmal ihre Infopoints in den Fußgängerzonen der Innenstädte aufgebaut haben. Sie stellen auf allen Wegen Kontakt zu den Wählern her. Ob man Ihnen glauben kann, muss jeder für sich entscheiden.

Und genau das bedeutet Digitalisierung – alle Wege nutzen! Und nicht Maschine statt Mensch!

Urban Gardening – Schrebergarten 4.0

Was für eine tolle Idee, in zugebauten Innenstädte Nachbarschaftsgärten anzulegen, die jeder nutzen kann. Hochbeete für kleines Geld pachten, Obst und Gemüse anpflanzen, zusammensitzen, Mitbewohner treffen und neue kennenlernen.

Etwas, was man aus den europäischen Metropolen wie z.B. London kennt. Hier teilen sich manchmal ganze Straßenzüge kleine Grünflächen, weil Platz knapp und teuer ist. Deshalb vielleicht der Name „Urban Gardening“?

Schade nur, dass dreiviertel der Menschen, die in der Nähe solcher Gärten wohnen, gar nicht verstehen, was gemeint ist. Klingt der Begriff „Nachbarschaftsgärten“ zu spießig? Oder ist er vielleicht missverständlich?

Neu ist die Idee jedenfalls auch in Deutschland nicht. So hat schon Margarete Krupp vor mehr als 100 Jahren den Fremdarbeiter in den Bergwerken und Stahlschmieden des Ruhrpotts Wohnungen angeboten, zu denen kleine Gärten gehörten. Hier hielten sich die Arbeiterfamilien, Ziegen, Schafe und Kaninchen, zogen ihr eigenes Gemüse, ernteten Obst. Oder saßen einfach in den wenigen freien Stunden zusammen. Die Margareten Höhe in Essen legt heute davon noch Zeugnis ab.

Nach dem 2. Weltkrieg erlangten die Kleingärten in den aufzubauenden Städten wieder großes Interesse. In den Schrebergärten wurde auf eigener Scholle alles angebaut, was man zum Leben brauchte. Selbstversorgung war angesagt. Die Wartelisten der Laubenpieper-Kolonien waren lang. Irgendwann gerieten die Schrebergärten dann als spießig in Verruf, wurden mit Gartenzwerg-Tyrannei gleichgesetzt.

Und jetzt? Jetzt heißt dieselbe Idee „Urban Gardening“. Flächendeckend berichten Medien über diese wahnsinnig tolle Idee. Etwas ganz Neues!

Was habe ich da nicht mitbekommen? Vielleicht heißt es ja deshalb „Urban Gardening“, damit man nicht auf den ersten Blick erkennt, dass diese Idee nicht neu, sondern im besten Fall abgeschaut ist.

Dennoch – es bleibt eine tolle Idee, die für Belebung der zugebauten Innenstädte sorgt und Menschen miteinander ins Gespräch bringt und Kindern zeigt, woher das Gemüse in den Theken der Discounter stammt.

Der Digitalisierung sei Dank! Menschen bleiben eben doch Menschen, die mit allen Sinnen erleben wollen. Und so eben auch die Natur mit ihren Händen erspüren.

Es leben die Schrebergärten 4.0!

LinkedIn sei Dank! Viele neue Freunde!

Was für ein schöner Tag! Gestern Morgen schlug mir LinkedIn vor, mich mit einer ausgewählten Gruppe an Personen, zu denen meine „Freund“ und ich in Kontakt stehen zu verbinden.

Was für eine tolle Idee. Zwei weitläufige Bekannte angeklickt und weg!

Doch was macht LinkedIn? Das internationale Netzwerk hatte wohl beschlossen, ich müsse mit viel mehr Leuten verbunden sein und hat ohne mein aktives Zutun, zahlreiche Kontaktabfragen verschickt.

Und bei mir steht das Telefon nicht still, rattern die Mails nur so rein. Facebook-Nachrichten strömen nur so in den Messanger….

Hallo, hast Du mich angeschrieben?

Sehr geehrte Frau Dr. Lötters, haben Sie mich…..?

Hallo Christine, Mensch, wie geht es Dir? Ich wollte Dich lange schon mal anrufen. Sag mal, hast Du mich angeschrieben?…..

Nein, habe ich nicht. Zumindest nicht bewusst! Ich käme nicht auf die Idee!

Der Tag war rum, die geplante Arbeit liegen geblieben, aber ich habe viele Kontakte aufgefrischt und konnte die Sorge über meinen gebrechlichen alten Nachbarn mit seiner Tochter teilen, die ich kaum kenne. Und ich habe mit einer Bekannten telefoniert, die ich lange schon mal wieder anrufen wollte. Nicht zu vergessen, die spannende Facebook-Kommunikation mit mir völlig fremden Menschen, Kontakte von „LinkedIn-Freunden“!

Und… Stopp! Das reichte! Ich fuhr den PC runter und nahm mir für den Rest des Tages frei!

Liebes LinkedIn: Vielen Dank für diesen aufregenden Tag! Ich hatte in wenigen Stunden über 30 neue Kontakte! Rekord für mich an einem Tag.

Was bin ich froh! Ich bin nun nicht mehr einsam!

Und zukünftig lasse ich die Finger von Einladungen über LinkedIn!

Handlettering – die neue Lust am Schreiben!

Finnland schafft die Schreibschrift ab. Flächendeckend haben PCs und Tablets Stifte und Papier bereits ab der ersten Klasse ersetzt. Digitalisierung!

Auch bei uns zu Lande werden Papier und Stift durch digitales Equipment verdrängt. Unsere Gesellschaft schreibt nicht mehr mit der Hand, so scheint es. Doch halt, ist das so?

„Handlettering – Die neue Lust am Buchstabenmalen“ las ich vor Kurzem mit großem Erstaunen. Der Trend gehe in Richtung Selbstmachen.  Unsere Gesellschaft verspüre Lust, am Ausmalen und am Schreiben mit der Hand. Das Interesse an einer spielerischen Auseinandersetzung mit dem Thema Stifte, hieß es da, nehme zu.

Buchstaben und Formen fühlen, statt wischen und tippen

Nicht nur die Kleinen malen und schreiben mit Stift und Papier

Ist das so? Oder ist dies nur ein PR-Artikel der Stiftehersteller? Das kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Sagen kann ich jedoch, dass Menschen fünf Sinne haben und die Haptik einer dieser Sinne ist. Und dass die haptischen Erlebnisse, wenn Stifte über das Papier gleiten, um dort Buchstaben und Bilder zu hinterlassen, völlig andere sind, als wenn man mit der Tastatur Buchstaben in den PC jagt, ist auch klar. Man erspürt die einzelnen Buchstaben, begreift im wahrsten Sinne des Wortes, den Unterschied der einzelnen Rundungen, die zusammen Buchstaben und Wörter ergeben.

Und genau dies scheint der Grund für diese Gegenbewegung zur Digitalisierung zu sein. Menschen gieren nach Verbindlichkeit, sehnen sich nach alten Werten, nach vertrauten Dingen, wie eben dem Schreiben von Buchstaben auf einem Stück Papier. Wischen und tippen sind auf Dauer einfach zu wenig.

Schluss mit dem immer schneller, immer weiter, egal was, Hauptsache schnell und unverbindlich.